Obwohl Chinas Zerspanungsindustrie erheblich fortgeschritten ist, bestehen nach wie vor deutliche Lücken in der Zerspanungsgenauigkeit – einem zentralen Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit im Fertigungsbereich – zwischen China und entwickelten Ländern wie Deutschland, Japan und der Schweiz. Dieser Artikel vergleicht prägnant die wichtigsten Unterschiede sowie deren Ursachen.
In Bezug auf Präzisionskennwerte sind die entwickelten Länder bereits in das Nanometer‑Zeitalter eingetreten: Japans AHN15‑3D‑Diamantbearbeitungsmaschine erreicht eine Formgenauigkeit von 30 nm und eine Oberflächenrauheit im Bereich von 1 nm; hochentwickelte Werkzeugmaschinen kommen sogar auf eine Präzision von 0,001 mm und einen Cpk‑Wert von über 1,67. Demgegenüber konzentrieren sich Chinas Hochpräzisions‑Werkzeugmaschinen meist auf eine Genauigkeit von 0,01 mm, wobei der Cpk‑Wert der meisten Unternehmen mit unzureichender Stabilität kaum 1,33 erreicht.
Drei Faktoren sind für diese Kluft verantwortlich: Erstens stammen über 90 % der hochwertigen CNC‑Systeme Chinas sowie 80 % der Präzisionskomponenten aus dem Import; heimische Bauteile weisen mangelnde Stabilität auf. Zweitens enthalten inländische Werkstoffe hohe Verunreinigungen und besitzen eine schlechte thermische Stabilität, während entwickelte Länder leistungsfähige Materialien und systematische Montageverfahren einsetzen. Drittens verfügen die entwickelten Länder über eine lückenlose thermische Regelung über die gesamte Prozesskette, während China noch bei einer einfachen thermischen Kompensation bleibt.
China holt jedoch rasch auf: Inländische Hochpräzisionsgeräte erfüllen mittlerweile die Anforderungen der Halbleiter‑ und Optikindustrie, und die Lokalisierung von fünfachsigen Werkzeugmaschinen liegt bei über 70 %. Durch intelligente Modernisierungsmaßnahmen und technologische Durchbrüche wird die Präzisionslücke schrittweise geschlossen, was die Aufwertung der Fertigungsindustrie unterstützt.